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DE

So viel Meer zwischen uns /
Tant de mer entre nous

Zwei Autoren schreiben gemeinsam an einem Stück im Spiegel der Zeit nach dem Arabischen Frühling. Der eine ist Schweizer, der andere Tunesier. Der eine schreibt diesseits der Europäischen Festung, der andere hat den Sturm des Zornes noch im Nacken. Sie beginnen einen Dialog: Sind wir dies- und jenseits des Meers nicht doch am gleichen Ufer? Ist dieses Meer zwischen Europa und  dem Norden Afrikas nicht unser gemeinsames Meer, das uns mehr verbindet als trennt – ein wahrhaftes Mare Nostrum? Das Stück lässt Revue passieren und fühlt szenisch auf den Grund: Ein Kaufmann aus dem Westen, der auf Reisen dem orientalisierten Parfüm seiner Vorurteile verfällt // Ein tunesischer Antiquar, der seinen Laden bald schliessen muss, weil er in der Schweiz als Schläfer und Terrorist verdächtigt wird // Von einem Tunesier in den Alpen in Asyl, und was er dabei erfährt // Von einem, der übers Meer gehen wollte und dabei ertrank // Das Klima der Islamfeindlichkeit im Allgemeinen und von der Art Integration im Speziellen, wenn Tarik, ein Schweizer, nicht mal als toter Muslim schicklich in der Heimat begraben werden darf  // Badeferien in Djerba : Oder sind wir nicht im selben Boot, ökonomisch, ökologisch, ja theologisch ? // Und was kann Liebe so alles bewirken zwischen einer Schweizerin und einem jungen, papierlosen Tunesier am Ufer der Limmat?

Realisation
Text: Baghdadi Aoun & Roland Merk, Basel
Inszenierung: Peter Braschler
In Kooperation mit Salah Hammouda, Théâtre mass’ART, Tunis, Rote Fabrik, Zürich, Theater Maralam, Zürich
Spiel: Baghdadi Aoun, Tunis + Meret Bodamer, Zürich + Mehran Mahdavi, Zürich

Aufführungen
– Deutsche Erstaufführung: 23. April 2015, Rote Fabrik, Zürich
– Französische Erstaufführung: 17. Dezember 2015, CCN Théâtre du Pommier, Neuchâtel
– Einladung ans Internationale Theaterfestival Carthage
– Tunesische Erstaufführung In Tunis, 23.11.2016,
– Théâtre Rio: Rue Radhia Haddad, 92 Rue de Yougoslavie, Tunis 1001, Tunisie, 14:00 + 18:00

Weitere Aufführungen
– Salle: Centre des Arts Dramatiques et Scèniques du kef; Date : 2016-11-19 18:30
– Salle: Maison de la Culture Zaghouan, Date : 2016-11-17 17:00

Rezensionen zu «So viel Meer zwischen uns»

Grosses Interview & Theaterbesprechung
zu "So viel Meer zwischen uns" mit 19.12.2015,
Version PDF: Swissinfo

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"Die Katastrophe im Mittelmeer, die Hunderte von Ertrunkenen – sie verleihen der Theateraufführung «So viel Meer zwischen uns» in der Roten Fabrik in Zürich zusätzliche Brisanz. Der Gedanke an das Elend der Menschen, die aus Afrika in den Norden flüchten, schärft den Blick über den Bühnenrand hinaus." WOZ, 30.4.2015

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"Ja, die Schweizer und der Rest vom Westen kommen an diesem Abend nicht gut weg." Tages-Anzeiger, 27.4.2015

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"Le théâtre en réponse à l’islamophobie et à tous les intégrismes."
Version PDF: L'express / L'impartial 20.12.2015

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"Ein Stück von grosser Aktualität",
Version PDF: Zürichsee-Zeitung, 25.4.2015

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Radiointerview mit Schweizer Radio und Fernsehen, Version online, 22.4.2015
Version PDF

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"Dans sa diversité des structures dramatiques, la pièce nous entraîne tantôt dans la narration dʼun vécu, tantôt dans des monologues ou des dialogues qui tournent souvent à de vifs échanges et réflexions sur les rapports nord-sud et cette mer qui sépare autant quʼelle lie ses deux rives. Dans ʻʻTant de mer entre nousʼʼ, on est dans la primauté de la parole car elle nous ramène vers lʼessentiel, à savoir des débats interculturels au-delà des frontières, puisant dans le réel et confrontant les regards et les cultures. Lʼabsence voulue de sur-titrage nʼa en aucun moment nui à lʼappréciation des répliques mais a davantage impliqué le public à capter les messages dans les regards et les gestes."

Kapitalis, Tunis, 26.11.2016, PDF

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"Ils ont éte nombreux à investir la salle "Le Rio" pour découvrir la coproduction tuniso-suisse " Tant de mer entre nous". Jouée en trois langues l'arabe, le français et l'allemand, l'oeuvre tire sa force d'une série de récits croisés qui racontent la fragilité de la condition humaine, soulevant tant de questions brulante de l'actualité...", Le Temps, Tunis, 26.11. 2016, PDF

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"Trois lanques qui se chevauchent comme d'autant d'échos qui resonnent avec différentes sonorités, mais portent, toujours, le même sens...", La Presse de Tunisie, 26.11.2016, PDF

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Rezensionen auf arabisch:
Achourouk, 27.11.2016, PDF
Tunis Presse, PDF

«Die Vertreibung –
Ein dokumentarisches Theaterstück zur Nakba in vier Fragmenten»

Über 60 Jahre dauert nun der israelisch-palästinensische Konflikt. Die Perspektiven sind düsterer denn je, auch wenn wir mit dem palästinensischen Dichter Mahmud Darwisch wissen, dass die Lösung dieses Jahrhundertkonfliktes im Fluchtpunkt dieses Satzes liegt: «Diese Belagerung wird dauern, bis der Belagerer wie der Belagerte fühlt, dass Verdruss eine menschliche Eigenschaft ist.»

Das Theaterstück «Die Vertreibung» arbeitet in der Weise des Dokumentartheaters. Das Stück versammelt Augenzeugenberichte von palästinensischen, israelischen und Schweizer Zeitzeugen aus der Zeit von 1948 bis heute. Auch Berichte von NGOs, Zeitungsberichte, Kommentare von Historikern und Zitate aus historischen Dokumenten gehen in das Stück ein. Die Ordnung des Materials stützt sich auf die neuesten Erkenntnisse von palästinensischen und israelischen Historikern ab, die auf Grund der Öffnung der Archive in Israel ein neues Licht auf die Ereignisse von 1948 werfen. In drei Fragmenten erzählen die Protagonisten, allesamt Zeitzeugen des Krieges von 1948 und heute Flüchtlinge, ihre Geschichte und ihre persönliche Variante der Nakba, als sie kurz vor oder nach der Gründung des Staates Israel 1948 und des Ausbruch des arabisch-israelischen Krieges aus ihren Häusern, von ihrem Land und aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Die gegenwärtige palästinensische Situation, bestimmt durch Siedlungs- und Mauerbau, wird in einem vierten Fragment durch den schonungslosen Bericht eines israelischen Soldaten nachgezeichnet, der in einem Interview mit einer israelischen Zeitung ein erschütterndes Zeugnis ablegt. Der Soldat, Lenker eines 60 Tonnen schweren Bulldozers, erzählt, wie er während drei Tagen, ausgerüstet mit Zigaretten und Whisky, schlaflos seine «Arbeit» verrichtet, die komplette Zerstörung eines Teils des Flüchtlingslagers Dschenin im Jahre 2002. Das Stück endet mit einem Epilog zur israelischen Offensive «Gegossenes Blei», die im Januar 2009 beendet wurde.

Die Anerkennung der Nakba ist einer der Grundsteine für die Lösung des Konflikts und eine Voraussetzung für die Versöhnung. Sie hat zur Voraussetzung auch das Vermögen, dass man der Narration des Anderen, seiner Erzählung zuhört. Das ist eines der Anliegen des Stücks.

Schreiben nach der Nakba – Ein dokumentarisches Theaterstück zur Nakba in vier Fragmenten. Werkstattbericht zum Theaterstück. In: Itinera 28: Georg Kreis (Hrsg.): Judentum, Holocaust, Israel, Palästina. Schwabe Verlag 2009.

Zum Buch...

 

Realisation
Text & Regie: Roland Merk
Schauspieler: Dominique Lüdi, Michael R. Buseke, Thomas C. Gass.
Video: Nadja Pecinska

 

Aufführungen
– Uraufführung: Schlachthaus Theater Bern, März 2009
– Theater Basel 2009
– Imprimerie Basel 2009
– Kulturm Solothurn 2010
Rote Fabrik, November 2011
– Volksbühne Berlin, Winter 2012

 

Booking
Info: Info@rolandmerk.ch

Rezensionen zu «Die Vertreibung»

«Dem Autor kommt das Verdienst zu, den Erzählungen der Flüchtlinge nachzugehen und damit den Widerspruch aufzudecken zwischen der Tragödie, die sich in Wirklichkeit abspielt, und dem, was die westlichen Medien darüber erzählen.» Tamer Abu al-Ainein, Al Jazeera, 7.03.2009

Pressebesprechung auf Al Jazeera: Al Jazeera.pdf
Übersetzung ins Deutsche: Artikel Al Jazeera.pdf

«Das dokumentarische Theater ist parteilich», schrieb Peter Weiss 1968. Partei ergreift auch der Autor Roland Merk in seinem Dokumentartheater „Die Vertreibung“: für die 1948 vertriebenen Palästinenser.“ Benjamin Herzog, Basler Zeitung, 15.1.2009

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«Dem Autor Roland Merk geht es darum, das Leiden der Menschen ins Zentrum zu stellen und durch die Beschreibung Kritik an den Verhältnissen zu üben: „Das Ideal des Historikers ist, die Geschichte unbeteiligt so zu erzählen, wie sie war. Das Ideal des Schriftstellers ist es, die Geschichte und das Leid so zu erzählen, dass sie sich nicht noch einmal wiederholen.» Magdalena Nadolska, Berner Zeitung, 5.3.2009

Besprechung in der Berner Zeitung online
Besprechung bernerzeitung.ch.pdf

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